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Die Kriegsverbrecherlobby : bundesdeutsche Hilfe für im Ausland inhaftierte NS-Täter / Felix Bohr

Von: Bohr, Felix [author.].
Materialtyp: materialTypeLabelBuchVerlag: Berlin : Suhrkamp; 2018Auflage: Erste Auflage.Beschreibung: 558 pages : 11 illustrations ; 22 cm.ISBN: 9783518428405; 3518428403.Schlagwörter: War criminals -- Germany | War crime trials -- Germany | War criminals -- Government policy -- Germany (West) | War crime trials | War criminals | NS-Verbrecher | Germany
Inhalte:
Herbert Kappler und die "Vier von Breda" : Kriegsverbrechen und ihre Ahndung in der frühen Nachkriegszeit -- Die Taten des "Henkers von Rom" -- Kapplers Prozess und das Taktieren der italienischen : Regierung in der Kriegsverbrecherfrage -- Vollstrecker der Vernichtungspolitik : die Taten der "Vier von Breda" -- Die bijzondere rechtspleging der Umgang mit Kollaboration und Besatzungskriminalität in den Niederlanden -- Eine Lobby entsteht : Akteurskonstellationen und politische Weichenstellungen in der jungen Bundesrepublik (1949-1961) -- Die Kirchen : christliche Hilfe für NS-Verbrecher in der Nachkriegszeit -- Die Politik : Rechtsschutz und "Liebesgabenpakete" : Anfänge des Engagements der Bundesregierung -- Die Lobby : Arbeit und Struktur der Netzwerke "alter Kameraden" -- Von der offenen zur verdeckten Hilfe : der Einsatz für Kappler & Co. als bundesdeutsche Staatsräson (1961-1969) -- "Der Eichmann-Prozess weckt alle bösen Erinnerungen" : Taktikwechsel in den Bemühungen um eine Freilassung Herbert Kapplers -- Grösste Zurückhaltung : das diskrete Engagement in den Niederlanden -- Alte Zöpfe abschneiden? : die Kriegsverbrecherfrage in der sozialliberalen Ära (1969-1982) -- Hypotheken der Älteren : die Bemühungen der Regierungen Brandt und Schmidt um eine Amnestie der inhaftierten Täter -- Alternde Kameraden in der Offensive -- Flucht aus Rom : das ende des Falles Kappler -- Im Haus des Henkers : Erinnerungskulturelle Entwicklungen bis 1982 -- Letzte Appelle : der Weg zur Begnadigung der "Zwei von Breda" (1982-1989) -- Persönliches Hobby? Alois Mertes und die Bundestagsresolution 1982 -- "Martyrium epochalen Ausmasses" : der Kampf der Kiesslers und der Rückzug des VdH -- "Aus eigenem Gewissen und Rechtsempfinden" Finale Bemühungen der Bundesregierung und das Engagement Richard von Weizsäckers -- Neue Nachdenklichkeit Amnestiediskurse in den Niederlanden -- "Heim ins Reich" : die Entlassung Fischers und aus der Füntens --
Zusammenfassung: Nach dem Zweiten Weltkrieg waren in zahlreichen westeuropäischen Ländern NS-Kriegsverbrecher inhaftiert. Im Zuge der Westbindung der Bundesrepublik wurden die meisten von ihnen entlassen. Lediglich in Italien und den Niederlanden verblieben fünf Deutsche im Gefängnis: der SS-Mann Herbert Kappler, als Kommandeur der Sicherheitspolizei verantwortlich für das Massaker in den Ardeatinischen Höhlen, sowie die>>Vier von Breda<<, die maßgeblich an der Ermordung der niederländischen Juden beteiligt waren. Hochrangige deutsche Politiker setzten sich für ihre Freilassung ein. Ein Netzwerk von Kirchenverbänden, Veteranenvereinigungen und Diplomaten organisierte die Unterstützung für die Kriegsverbrecher auf höchster politischer Ebene. Auf der Grundlage bislang nicht zugänglicher Quellen wirft Bohr einen umfassenden Blick auf ein Kapitel bundesdeutscher Vergangenheitspolitik.
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Medientyp Aktueller Standort Signatur Status Fälligkeitsdatum
Monographie Monographie apabiz (Berlin)
2/4/1/0224 (Regal durchstöbern) Verfügbar

Includes bibliographical references (pages 518-546) and index.

Einleitung -- Herbert Kappler und die "Vier von Breda" : Kriegsverbrechen und ihre Ahndung in der frühen Nachkriegszeit -- Die Taten des "Henkers von Rom" -- Kapplers Prozess und das Taktieren der italienischen : Regierung in der Kriegsverbrecherfrage -- Vollstrecker der Vernichtungspolitik : die Taten der "Vier von Breda" -- Die bijzondere rechtspleging der Umgang mit Kollaboration und Besatzungskriminalität in den Niederlanden -- Eine Lobby entsteht : Akteurskonstellationen und politische Weichenstellungen in der jungen Bundesrepublik (1949-1961) -- Die Kirchen : christliche Hilfe für NS-Verbrecher in der Nachkriegszeit -- Die Politik : Rechtsschutz und "Liebesgabenpakete" : Anfänge des Engagements der Bundesregierung -- Die Lobby : Arbeit und Struktur der Netzwerke "alter Kameraden" -- Von der offenen zur verdeckten Hilfe : der Einsatz für Kappler & Co. als bundesdeutsche Staatsräson (1961-1969) -- "Der Eichmann-Prozess weckt alle bösen Erinnerungen" : Taktikwechsel in den Bemühungen um eine Freilassung Herbert Kapplers -- Grösste Zurückhaltung : das diskrete Engagement in den Niederlanden -- Alte Zöpfe abschneiden? : die Kriegsverbrecherfrage in der sozialliberalen Ära (1969-1982) -- Hypotheken der Älteren : die Bemühungen der Regierungen Brandt und Schmidt um eine Amnestie der inhaftierten Täter -- Alternde Kameraden in der Offensive -- Flucht aus Rom : das ende des Falles Kappler -- Im Haus des Henkers : Erinnerungskulturelle Entwicklungen bis 1982 -- Letzte Appelle : der Weg zur Begnadigung der "Zwei von Breda" (1982-1989) -- Persönliches Hobby? Alois Mertes und die Bundestagsresolution 1982 -- "Martyrium epochalen Ausmasses" : der Kampf der Kiesslers und der Rückzug des VdH -- "Aus eigenem Gewissen und Rechtsempfinden" Finale Bemühungen der Bundesregierung und das Engagement Richard von Weizsäckers -- Neue Nachdenklichkeit Amnestiediskurse in den Niederlanden -- "Heim ins Reich" : die Entlassung Fischers und aus der Füntens -- Schlussbetrachtung -- Anmerkungen -- Quellen- und Literaturverzeichnisse -- Quellen -- Forschungsliteratur -- Internetressourcen -- Bildnachweise -- Abkürzungsverzeichnis -- Dank -- Personenregister.

Nach dem Zweiten Weltkrieg waren in zahlreichen westeuropäischen Ländern NS-Kriegsverbrecher inhaftiert. Im Zuge der Westbindung der Bundesrepublik wurden die meisten von ihnen entlassen. Lediglich in Italien und den Niederlanden verblieben fünf Deutsche im Gefängnis: der SS-Mann Herbert Kappler, als Kommandeur der Sicherheitspolizei verantwortlich für das Massaker in den Ardeatinischen Höhlen, sowie die>>Vier von Breda<<, die maßgeblich an der Ermordung der niederländischen Juden beteiligt waren. Hochrangige deutsche Politiker setzten sich für ihre Freilassung ein. Ein Netzwerk von Kirchenverbänden, Veteranenvereinigungen und Diplomaten organisierte die Unterstützung für die Kriegsverbrecher auf höchster politischer Ebene. Auf der Grundlage bislang nicht zugänglicher Quellen wirft Bohr einen umfassenden Blick auf ein Kapitel bundesdeutscher Vergangenheitspolitik.

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